11. Fall

Mineralische Beaufschlagungen (dazugehören Beton, Zement, ungelöschter Kalk, Estrich, Putzstaub und weitere Grundsubstanzen aus dem Baugewerbe) verursachen ein Schadensbild, dass einer Verätzung gleichkommt und Wasserflecken zum Verwechseln ähnlich sieht.(Erklärung: Wäscht man sein Fahrzeug mit Leitungswasser und ledert das Fahrzeug nicht trocken, trocknen die Leitungswassertropfen auf den Fahrzeug und hinterlassen einen matten, so genannten Wasser- oder Kalkfleck. Diese Wasserflecken sind nicht gefährlich und verschwinden meist bei der nächsten Wäsche oder in hartnäckigeren Fällen bei einer Handpolitur). Die Verätzung allerdings, die genauso aussieht wie die harmlosen Wasserflecken, wird nicht sofort nach der Beaufschlagung sichtbar, sondern tritt oft erst Wochen danach auf. Chromteile oder elloxierte Zierleisten laufen an oder werden milchig. Unbehandelt gibt es teils heftige Reaktionen im Lack und auf Glas, Kunststoff und Gummiteilen die nicht mehr zu entfernen sind. Ist die Verunreinigung zu lange auf den Oberflächen verblieben, weist Gummi beispielsweise helle Flecken auf, die nicht mit den Rückständen von Waschmittelzusätzen verwechselt werden sollte. Sind diese Veränderungen des Erscheinungsbildes der verschiedenen Oberflächen erst einmal massiv eingetreten, dann ist das betroffene Teil auch durch unser einzigartiges fachlich anerkanntes Verfahren nicht mehr zu retten.
Die schweren Verätzungen sind meist selbst durch uns nicht mehr zu beseitigen. Führt man das Fahrzeug frühzeitig unserer ordnungsgemäßen Sanierung zu, können wir nahezu immer eine vollständige rückstandslose Reinigung vornehmen. Neben Verätzungen kommt es nicht selten auch zu der Bildung von feinen Haarrissen, durch die vor allem in der kalten Jahreszeit Streusalz
rückstände eindringen und so schlimmstenfalls Lackabplatzer produzieren können.

Bei dem folgenden Fahrzeug handelte es sich um einen grünen Mazda MX5. Dieser wurde vom Besitzer nur im Sommer genutzt und stand während des gesamten Winters bzw. der nassen Jahreszeit in der Garage. Jetzt, wo der Frühling beginnt, wollte er sein Auto auch wieder aus dem Tiefschlaf erwachen. Mit Entsetzen musste er feststellen, dass die Garage seines Vermieters durch den Frost Risse bekommen hatte. Das Schmelzwasser spülte kalkhaltige Beton- und Putzreste auf sein Auto, wo diese in aller Seelenruhe einwirken konnten.

 














Dementsprechend war auch der Anblick zunächst verheerend. Das Fahrzeug wurde beim Mazda Autohaus Rottmann in Bottrop zunächst vom Kunden vorgeführt. Hier verhielt man sich absolut korrekt und bewies Fachkompetenz mit der Aussage, dass die Entfernung mit den Mitteln eines Autohauses nicht zu entfernen sei und man hier auf einen Spezialisten zurückgreifen sollte. Der interne Aufbereiter des Autohauses unterstützte diese Meinung zusätzlich. Besonders lobenswert und hervorzuheben ist die Tatsache, dass in diesem Fall sämtliche Reinigungsversuche unterlassen worden sind.

Ein Versuch ist ein Versuch - und wenn man einen Punkt entfernt hat und dabei keine Kratzer gemacht hat, dann ist das Glück, aber kein Können. Man muss nämlich sich vor Augen führen, dass es sich zunächst um eine Verunreinigung handelt, die erst durch unsachgemäße Reinigungsversuche Dritter zu einem Schaden führt. Diese Schäden stehen nicht in kausalem Zusammenhang mit der Antragung und werden daher nicht von der Versicherung abgedeckt.

Freundlicherweise stellte das Autohaus Rottmann uns einen Arbeitsplatz vor Ort zur Verfügung wo ein Technikerteam die Sanierungsarbeiten durchführen konnte. Hierbei wurde festgestellt, dass das Fahrzeug bereits nachlackiert war und diese Nachlackierung im Vergleich zu einer originalen Werkslackierung deutlich minderwertiger war. Dies erschwerte die Arbeiten unserer Techniker deutlich, machte sie aber nicht unmöglich!







Nachdem die groben Antragungen entfernt worden sind, sind noch leichte Rückstände zu erkennen. Diese Flecken sind aufgrund der verhältismäßig schlechten Nachlackierung besonders deutlich zu sehen. Als Laie würde man schnell denken, dass es sich hierbei um eine Verätzung handeln würde, jedoch das geschulte Auge der Techniker kann erkennen, dass die Antragung noch nicht restlos beseitig ist. Da die Sanierung aus mehreren Arbeitsschritten besteht, musste nun noch die letzte Phase eingeleitet werden, bevor die Oberflächen durch eine Handkonservierung versiegelt werden. Wie man den unten gezeigten Bildern entnehmen kann, ist das Ergebnis hervorragend geworden und der Kunde war bei der Übergabe äußerst beeindruckt. Das Autohaus zeigte sich ebenfalls von unserer Fachkompetenz und den durchgeführten Arbeiten sehr angetan. Besonders unter dem Aspekt dass die Arbeiten innerhalb eines einzigen Vormittags abgeschlossen waren.